GloriaFood wird eingestellt: Was Restaurants jetzt tun sollten
GloriaFood war jahrelang die einfache Lösung für Restaurants, die einen Bestellbutton auf der eigenen Website wollten, ohne Provision zu zahlen. Jetzt stellt Oracle den Dienst ein. Wenn Ihre Online-Bestellungen über GloriaFood laufen, haben Sie Zeit – aber nicht unbegrenzt. Hier ist ein ruhiger Plan für den Umstieg.

Was passiert mit GloriaFood?
GloriaFood wurde 2021 von Oracle übernommen. Seit Anfang 2025 werden keine neuen Konten mehr angelegt, und das Produkt wird nicht weiterentwickelt. Betreiber berichten, dass Oracle das Ende des Dienstes auf das Frühjahr 2027 gelegt hat – die meisten Quellen nennen den 30. April 2027 als letzten Tag. Danach funktionieren die gehosteten Bestellseiten und die auf Restaurant-Websites eingebauten Bestellbuttons nicht mehr.
Das genaue Datum und Ihre Exportmöglichkeiten stehen in den Hinweisen in Ihrem GloriaFood-Konto. Prüfen Sie diese – sie sind die einzige verbindliche Quelle für Ihr Konto.
Die gute Nachricht: Sie müssen nicht hetzen. Die schlechte: Wer bis zu den letzten Wochen wartet, steigt meist in Eile um, mitten in der Hochsaison, während alte QR-Codes und Flyer noch auf einen toten Link zeigen.
Der Umstiegsplan in sechs Schritten
1. Notieren Sie, wo Ihre GloriaFood-Links stehen
Bevor Sie etwas ändern, listen Sie jede Stelle auf, über die Gäste heute bestellen:
- der Bestellbutton auf Ihrer Website (und jede Seite, auf der er erscheint)
- der Link in Ihrem Google-Unternehmensprofil („Online bestellen")
- Ihre Instagram- und Facebook-Bio
- QR-Codes auf Flyern, Tischaufstellern, Speisekarten und Liefertüten
- Links im WhatsApp-Status, in Newslettern und auf dem Kassenbon
Diese Liste ist Ihre To-do-Liste für Schritt 5. Die QR-Codes auf gedrucktem Material werden am häufigsten vergessen.
2. Sichern Sie Ihre Daten
Exportieren oder kopieren Sie, solange das Konto noch läuft: Speisekarte mit Preisen, Größen und Extras, Öffnungszeiten und Liefergebiete und – falls Sie mit Einwilligung E-Mail-Adressen gesammelt haben – Ihre Gästeliste. Schon ein paar Screenshots Ihrer Einstellungen sparen später Zeit.
3. Wählen Sie einen Ersatz (Checkliste unten)
Entscheiden Sie nicht nur nach dem Preis. Lesen Sie die Checkliste im nächsten Abschnitt und nehmen Sie das System, das zu Ihrem Alltag passt.
4. Lassen Sie beide ein bis zwei Wochen parallel laufen
Richten Sie das neue System ein, tragen Sie die Speisekarte ein und testen Sie: Bestellen Sie selbst auf dem Handy, so wie ein Gast. Prüfen Sie Liefergebiet, Mindestbestellwert, Öffnungszeiten und ob die Bestellung wirklich in der Küche ankommt. Bitten Sie einen Stammgast um eine Testbestellung.
5. Stellen Sie alle Links an einem Tag um
Arbeiten Sie Ihre Liste aus Schritt 1 ab: Website-Button, Google-Profil, Social-Media-Bios, dann neue QR-Codes. Bestellen Sie neue Flyer und Tischaufsteller vor dem Umstellungstag.
6. Sagen Sie es Ihren Stammgästen
Ein kurzer Hinweis auf dem Bon, ein Post auf Instagram und ein Schild am Tresen: „Wir haben eine neue Bestellseite – gleiches Essen, gleiche Preise." Eine neue Seite stört niemanden; ein Link, der plötzlich nicht mehr geht, schon.
Worauf es bei einer GloriaFood-Alternative ankommt
GloriaFood war aus gutem Grund beliebt: keine Provision, ein Bestellbutton auf der eigenen Website und ein kostenloser Basistarif. Ein guter Ersatz sollte die ersten beiden Punkte behalten. Prüfen Sie:
- Provision. 0 % – oder ein Prozentsatz pro Bestellung? Auch ein kleiner Satz läppert sich, siehe was Provision im Jahr kostet.
- Ihre eigene Website. Lässt sich ein Bestellbutton oder die ganze Speisekarte in Ihre bestehende Seite einbauen? Gibt es ein WordPress-Plugin, und aktualisiert es sich selbst?
- Abholung und Lieferung mit eigenem Liefergebiet, Gebühren und Mindestbestellwert.
- Zahlarten. Welche gibt es heute – nicht „demnächst"?
- Wie Bestellungen ankommen. Tablet, App mit Ton und Push-Nachricht, Drucker?
- Mehr als Bestellen. Tischreservierung, QR-Tischkarte, Kasse – oder brauchen Sie dafür zusätzliche Tools?
- Sprachen für Gäste und Personal.
- Vertrag. Monatlich kündbar? Was bekommen Sie mit, wenn Sie gehen?
- Datenschutz. Lädt das Widget ohne Einwilligung Schriften oder Tracker von Drittanbietern? Für Restaurants in der EU ist das relevant.
So deckt Eatzino das ab
Eatzino ist unser eigenes Bestellsystem – lesen Sie diesen Teil also als das, was er ist: eine Beschreibung unseres Produkts. Das Website-Widget haben wir so gebaut, wie GloriaFood-Nutzer es gewohnt sind:
- 0 % Provision, ein fester Monatspreis (ab 79 €, zzgl. MwSt.).
- Ein Bestellbutton für jede Website: schwebender Button, ein beliebiger eigener Button oder die ganze Speisekarte in einer Seite. In WordPress über unser Plugin mit Shortcodes, Blöcken und Elementor-Widgets – es aktualisiert sich selbst. Überall sonst mit einer Zeile Code.
- Ein Check für Ihre Website. Im Partner-Dashboard geben Sie Ihre Webadresse ein und sehen, ob der Button eingebaut und mit Ihrem Restaurant verbunden ist.
- Tischreservierung im selben Widget, eine QR-Tischkarte, eine Bestell- und Küchen-App für den Tresen und eine Partner-App mit Ton und Push-Nachricht bei neuen Bestellungen.
- Deutsch und Englisch, keine Google Fonts und keine Tracker von Drittanbietern im Widget.
Was wir noch nicht anbieten: Online-Kartenzahlung (Gäste zahlen bar bei Lieferung oder Abholung – Kartenzahlung ist in Vorbereitung) und einen Kurierdienst (Sie liefern mit eigenen Fahrern und unserer kostenlosen Fahrer-App). Wenn Ihr GloriaFood-Setup auf Online-Kartenzahlung setzt, behalten Sie das im Blick.

Für den technischen Teil – WordPress, Wix, Squarespace oder reines HTML – lesen Sie, wie Sie Online-Bestellung auf Ihrer Restaurant-Website einrichten.
Fragen und Antworten
Wann wird GloriaFood abgeschaltet?
Die meisten Quellen nennen den 30. April 2027 als Ende des Dienstes. Neuanmeldungen sind seit Anfang 2025 geschlossen. Verbindlich sind die Hinweise in Ihrem eigenen GloriaFood-Konto.
Funktioniert mein GloriaFood-Bestellbutton bis dahin weiter?
Laut der Mitteilung zur Einstellung laufen bestehende Konten bis zum Enddatum weiter. Danach funktionieren gehostete Seiten und eingebaute Buttons nicht mehr.
Gibt es eine kostenlose GloriaFood-Alternative?
Kostenlose Tarife verdienen ihr Geld meist anderswo – über Provision, Zahlungsgebühren oder kostenpflichtige Zusatzfunktionen. Vergleichen Sie die Gesamtkosten pro Monat bei Ihrem Bestellvolumen, nicht nur den Listenpreis.
Kann ich meine GloriaFood-Speisekarte zu Eatzino umziehen?
Einen automatischen Import gibt es nicht, aber bei der Einrichtung helfen wir beim Eintragen Ihrer Speisekarte. Einrichtung, Speisekarten-Upload und Einweisung sind in unseren Paketen enthalten.

