Vergleich9. Oktober 20266 Min. Lesezeit

Lieferando, Wolt, Uber Eats oder eigenes Bestellsystem? Ein ehrlicher Vergleich

Jeder Vergleich im Netz stammt von jemandem, der eine der Optionen verkauft. Dieser auch – wir machen Eatzino. Gerade deshalb sagen wir Ihnen, wo die großen Apps besser sind als wir und wo ein eigenes Bestellsystem gewinnt. Entscheiden müssen Sie selbst.

Eigene Bestellseite eines Restaurants auf Eatzino mit Titelbild, Speisekarte und Lieferzeit

Die kurze Antwort

  • Marktplätze (Lieferando, Wolt, Uber Eats) sind am stärksten darin, neue Gäste zu bringen, und bieten Kuriere und Online-Zahlung. Dafür zahlen Sie bei jeder Bestellung, und der Gast bleibt Kunde der Plattform.
  • Ein eigenes Bestellsystem ist am stärksten bei Stammgästen. Keine Provision, Ihre Preise, Ihre Marke, Ihr Gast – aber niemand findet es, wenn Sie Gäste nicht dorthin schicken.

Die meisten erfolgreichen inhabergeführten Restaurants nutzen beides: die Apps als Schaufenster, das eigene System für alle, die wiederkommen.

Der Vergleich auf einen Blick

Liefer-MarktplätzeEigenes Bestellsystem (Eatzino)
Neue Gäste findenStark – große bestehende NutzerbasisAnfangs schwach – Gäste kommen über Ihr eigenes Marketing
Kosten pro BestellungProvision, meist berichtet: 13–14 % (Sie liefern) bis rund 30 % (Plattform liefert)0 % – fester Monatspreis ab 79 €
LieferungEigene Fahrer oder Kuriere der Plattform (wo angeboten)Ihre eigenen Fahrer mit der Eatzino Fahrer-App, oder Abholung
BezahlungKarte, PayPal und weitere Online-ZahlartenHeute Barzahlung bei Lieferung oder Abholung; Kartenzahlung in Vorbereitung
Ihre PreiseOft erhöht, um die Provision zu deckenDieselben Preise wie im Restaurant – oder günstiger
Beziehung zum GastDer Gast ist Kunde der PlattformDer Gast bestellt bei Ihnen
Ihre MarkeEine Kachel unter vielen, Konkurrenz direkt danebenIhre Seite, Ihre Fotos, keine Konkurrenz darauf
Website, Bestell-App, QR-Karte, TischreservierungNicht enthalten / separate ProdukteIn jedem Paket enthalten

Die Provisionsangaben entsprechen dem, was Restaurants für Lieferando in Deutschland üblicherweise berichten; die Plattformen veröffentlichen keine festen Sätze, und Konditionen unterscheiden sich je Vertrag. Auch Wolt und Uber Eats verhandeln individuell – lassen Sie sich den Satz schriftlich geben.

Lieferando

Lieferando (Teil von Just Eat Takeaway.com) ist der größte Liefermarktplatz in Deutschland. Wenn Menschen in Ihrer Gegend eine Liefer-App öffnen, ist es sehr wahrscheinlich diese.

Stärken: die größte Reichweite, eine bekannte Marke, der Gäste vertrauen, Online-Zahlung und in vielen Städten die Option auf Kurierlieferung.

Schwächen aus Restaurantsicht: die Provision – berichtet werden rund 13–14 % bei eigener Lieferung und rund 30 % mit Lieferando-Kurieren (trusted.de) – plus mögliche Zusatzgebühren. Die Partnerkonditionen sind nicht öffentlich und können je Restaurant abweichen (SumUp). Ihr Eintrag steht direkt neben dem Ihrer Konkurrenz.

Wolt

Wolt gehört seit 2022 zu DoorDash und ist in vielen deutschen Städten der zweite große Marktplatz. Bekannt ist Wolt für eine sehr gepflegte App und eine eigene Kurierflotte.

Stärken: eine gut gemachte App mit guten Fotos, eigene Kuriere, Online-Zahlung, ein eher junges, städtisches Publikum.

Schwächen aus Restaurantsicht: dasselbe Marktplatzmodell – ein Prozentsatz pro Bestellung, und der Gast gehört der Plattform. Wolt ist vor allem in größeren Städten aktiv; in kleineren Orten gibt es Wolt oft gar nicht.

Uber Eats

Uber Eats wächst in Deutschland und ist inzwischen in vielen Städten verfügbar. In neu hinzugekommenen Städten liefern die Restaurants anfangs häufig selbst.

Stärken: eine große internationale Marke, die bestehenden Nutzer der Uber-App, Online-Zahlung.

Schwächen aus Restaurantsicht: auch hier Provision pro Bestellung, und in vielen Städten weniger Nutzer als beim Marktführer – die Reichweite, für die Sie zahlen, kann also kleiner sein.

Das eigene Bestellsystem

Ein eigenes Bestellsystem heißt: Gäste bestellen direkt bei Ihnen – auf Ihrer eigenen Restaurantseite, über einen Bestellbutton auf Ihrer Website, per QR-Code am Tisch oder über einen Link in Ihrem Google-Unternehmensprofil.

Stärken: keine Provision, also können Sie Ihre normalen Preise behalten. Der Gast bestellt bei Ihrer Marke, und Sie entscheiden über Angebote, Stempelkarten und wie Sie mit Stammgästen umgehen. Mit festem Monatspreis steigen Ihre Kosten nicht, wenn mehr los ist.

Schwächen: Zufällig stößt niemand darauf. Sie müssen es Ihren Gästen sagen – mit Flyern in der Tüte, dem QR-Code auf dem Tisch, Ihrer Website und Social Media. Und Sie brauchen eigene Fahrer oder bieten Abholung an.

Wo Eatzino heute (noch) schwächer ist

Weil das unser Blog ist, hier der Teil, den andere Vergleiche weglassen:

  • Bezahlt wird derzeit bar – bei Lieferung, Abholung oder am Tresen. Online-Kartenzahlung ist in Vorbereitung.
  • Es gibt kein gemeinsames Kuriernetz. Sie liefern mit eigenen Fahrern – die bekommen unsere kostenlose Fahrer-App mit Navigation und Übergabecode – oder Gäste holen ab.
  • Eatzino ist neu. Unser Marktplatz ist noch klein und bringt Ihnen am ersten Tag nicht das Volumen einer großen App. Deshalb ist Eatzino als Kanal für Ihre Stammgäste gebaut, nicht als Ersatz für Neukundengewinnung.

Wo Eatzino besser ist

  • 0 % Provision auf jede Bestellung, in jedem Kanal – online, Website, QR-Tisch, Tresen. Ein fester Monatspreis (Start 79 €, Grow 199 €, All-in 399 €, zzgl. MwSt.).
  • Alles in einem System. Online-Bestellung, WordPress-Plugin und Bestellbutton für Ihre Website, Bestell-App für Tresen- und Telefonbestellungen, QR-Tischkarte und Tischreservierung – alle Bestellungen landen auf einer Übersicht.
  • Ihre Gäste bleiben Ihre Gäste. Sie bestellen auf Ihrer Seite mit Ihren Fotos, ohne Konkurrenz daneben.
  • Ehrliche Verfügbarkeit. Pausieren Sie Bestellungen oder ist ein Gericht ausverkauft, sehen Gäste das sofort, statt etwas zu bestellen, das Sie nicht liefern können.
  • Überall Restaurantzeit. Öffnungszeiten und Zeitfenster richten sich immer nach der Ortszeit Ihres Restaurants.
  • Deutsch und Englisch für Gäste und für Ihr Team.

Welches Setup passt zu Ihrem Restaurant?

Die meisten Bestellungen kommen über Apps, und Sie haben keine Fahrer: Bleiben Sie vorerst bei einem Marktplatz mit Kurierlieferung. Starten Sie Ihren eigenen Kanal für Abholbestellungen – die kosten Sie nichts und brauchen keine Fahrer.

Sie haben eigene Fahrer: Hier rechnet sich ein eigenes Bestellsystem am schnellsten. Jede Bestellung, die von der App in Ihren eigenen Kanal wandert, spart die volle Provision.

Sie betreiben ein Café oder Restaurant mit vielen Gästen vor Ort: Eine QR-Tischkarte und Tischreservierungen sind oft mehr wert als Lieferung. Gäste bestellen am Tisch, rufen die Bedienung und sehen die Rechnung auf dem Handy.

Sie haben schon eine Website mit Besuchern: Bauen Sie einen Bestellbutton ein. Diese Besucher kennen Sie bereits – es gibt keinen Grund, sie zu einem Marktplatz zu schicken, der Ihnen dafür Geld berechnet.

Sie wollen die Zahlen hinter der Provision? Lesen Sie, was Lieferplattformen ein Restaurant wirklich kosten.

Fragen und Antworten

Welche Liefer-App ist für Restaurants am günstigsten?

Die Plattformen verhandeln individuell und veröffentlichen ihre Sätze nicht – eine allgemeine Antwort gibt es nicht. Vergleichen Sie, was jede Plattform letzten Monat insgesamt einbehalten hat (Provision plus Gebühren), geteilt durch Ihren Umsatz dort.

Kann ich Eatzino und Lieferando gleichzeitig nutzen?

Ja. Die meisten Restaurants behalten die Marktplätze für neue Gäste und nutzen Eatzino als provisionsfreien Kanal für Stammgäste, Abholung, Tischbestellungen und die eigene Website.

Brauche ich für Eatzino eigene Fahrer?

Für Lieferungen ja – Eatzino betreibt keine Kurierflotte. Ihre Fahrer nutzen die kostenlose Eatzino Fahrer-App. Ohne Fahrer können Sie Abholung und Tischbestellungen anbieten.

Können Gäste bei Eatzino mit Karte zahlen?

Noch nicht. Heute zahlen Gäste bar bei Lieferung, Abholung oder am Tresen. Online-Kartenzahlung ist in Vorbereitung.