Ratgeber9. Oktober 20264 Min. Lesezeit

QR-Code-Speisekarte und Bestellen am Tisch: Der Praxis-Leitfaden für Restaurants

Manche Gäste scannen gern einen QR-Code und bestellen vom Platz aus. Andere hassen es. Beide haben recht – es kommt darauf an, wie es gemacht ist. Dieser Leitfaden fasst zusammen, was wir beim Einrichten von Tischbestellungen gelernt haben: wofür sie gut ist, was Sie drucken sollten und wie Sie die Gäste halten, die lieber mit einem Menschen sprechen.

QR-Tischmenü auf dem Handy mit beliebten Gerichten, Kategorien und Hinzufügen-Knöpfen

Nur Speisekarte oder Bestellen am Tisch?

Unter „QR-Speisekarte" verstehen Leute zwei sehr verschiedene Dinge:

  • Ein QR-Code, der ein PDF öffnet. Der Gast scannt, wartet auf eine Datei, zoomt durch eine eingescannte Papierkarte – und muss dann trotzdem winken, damit jemand die Bestellung aufnimmt. Über diese Variante beschweren sich Gäste.
  • Ein QR-Code, der eine Bestellseite für genau diesen Tisch öffnet. Der Gast sieht die Karte mit Fotos, legt Gerichte in den Warenkorb und schickt die Bestellung direkt in die Küche – mit Tischnummer. Service rufen oder um die Rechnung bitten geht auf derselben Seite.

Nur die zweite Variante verändert etwas an den Abläufen in Ihrem Restaurant. Darum geht es im Rest dieses Leitfadens.

Wann sich Bestellen am Tisch lohnt

Tischbestellung bringt am meisten, wenn Ihr Personal der Engpass ist:

  • Stoßzeiten – Mittagsgeschäft, Freitagabend –, in denen Gäste aufs Bestellen warten statt aufs Essen.
  • Die zweite Runde. Getränke und Desserts sind die Bestellungen, die verloren gehen, wenn niemand vorbeikommt. Wer die nächste Runde vom Handy bestellen kann, tut es einfach.
  • Große Tische und Gruppen, bei denen zwölf Bestellungen per Hand lange dauern und leicht durcheinandergeraten.
  • Biergärten, Terrassen und große Räume mit langen Wegen zu den hinteren Tischen.
  • Gäste, die kein Deutsch sprechen. Eine Karte in ihrer Sprache mit Fotos schlägt jedes Zeigen auf die laminierte Karte.

Weniger sinnvoll ist sie in der gehobenen Gastronomie, wo das Gespräch mit dem Service Teil dessen ist, wofür Gäste bezahlen. Dort reicht oft ein QR-Code für die Getränkekarte oder die Rechnung.

Was Gäste stört – und wie Sie es vermeiden

  • „Ich muss eine App laden." Niemals. Eine gute QR-Karte öffnet sich in einer Sekunde im Browser des Handys.
  • „Ich muss ein Konto anlegen." Für eine Bestellung am Tisch braucht es keine Anmeldung und keine E-Mail-Adresse.
  • „Mit mir redet ja keiner mehr." Tischbestellung soll Ihrem Team Routinearbeit abnehmen, nicht die Gastfreundschaft ersetzen. Begrüßen Sie Gäste weiter persönlich und behalten Sie den Knopf „Service rufen".
  • „Mein Akku ist leer / ich nutze kein Smartphone." Halten Sie immer ein paar gedruckte Karten bereit und nehmen Sie die Bestellung gern per Hand auf.
  • Preise, die nicht stimmen. Die QR-Karte muss dieselben Preise zeigen wie die gedruckte Karte und die Tafel.

Wo die Codes hingehören – und wie groß

  • Ein Code pro Tisch, damit jede Bestellung mit der richtigen Tischnummer ankommt. Ein einzelner Code an der Tür kann nur die Karte zeigen, aber keine Tischbestellungen aufnehmen.
  • Auf einem Tischaufsteller oder Aufkleber, zum Platz gedreht – nicht unter dem Salzstreuer. Ein Code von etwa 3–4 cm lässt sich im Sitzen gut scannen.
  • Eine kurze Zeile daneben – „Scannen, Karte ansehen und bestellen" – und Ihr WLAN, falls Sie eines anbieten. Gäste scannen eher, wenn sie wissen, was passiert.
  • Testen Sie jeden einzelnen Code vor dem Service mit einem älteren Handy. Ein vertauschter Aufkleber schickt das Essen an den falschen Tisch.

Auch digital gelten die Regeln

Eine QR-Karte ändert nichts an Ihren Pflichten. Preise müssen Endpreise inklusive Mehrwertsteuer sein, und Allergen-Informationen müssen jedem Gast zugänglich sein – auch Gästen, die den Code nicht scannen. Sicher ist: eine gedruckte Allergenübersicht am Tresen, und Ihr Team weiß, wo sie liegt. Prüfen Sie die Regeln für Ihr Bundesland bzw. Land; dieser Leitfaden ist keine Rechtsberatung.

So funktioniert es bei Eatzino

Die Eatzino QR-Tischkarte ist in jedem Paket enthalten:

  1. Im Partner-Dashboard legen Sie unter Tische Ihre Tische und Bereiche an. Jeder Tisch bekommt seinen eigenen QR-Code zum Ausdrucken.
  2. Gäste scannen mit der Handykamera. Sie sehen Ihr Restaurant, die Tischnummer und vier Knöpfe: Karte ansehen und bestellen, Service rufen, Rechnung, Feedback – dazu Ihr WLAN-Passwort zum Kopieren.
  3. Die Karte hat Kategorien, beliebte Gerichte, Fotos und eine Suche. Gäste legen Gerichte in den Warenkorb, schreiben eine Notiz für die Küche und schicken die Bestellung ab.
  4. Die Bestellung landet auf derselben Bestellübersicht und in derselben Bestell-App wie alle anderen Bestellungen – mit Tischnummer. Eine zweite Runde vom selben Tisch kommt auf dieselbe offene Rechnung.
  5. Gäste verfolgen den Status ihrer Bestellung auf dem Handy und sehen ihre Rechnung.
Startbildschirm der QR-Karte mit Tischnummer, Karte, Service rufen, Rechnung und Feedback
Der Startbildschirm nach dem Scannen: Tischnummer, Karte, Service rufen, Rechnung und Feedback.

Die Karte gibt es auf Deutsch und Englisch, sie folgt der Sprache des Handys und blendet ein Gericht aus, sobald Sie es ausschalten. Provision gibt es auch auf Tischbestellungen keine.

Auch an Online-Bestellungen interessiert? Lesen Sie unseren ehrlichen Vergleich von Liefer-Apps und eigenem Bestellsystem.

Fragen und Antworten

Brauchen Gäste für eine QR-Speisekarte eine App?

Nein. Eine gute QR-Karte öffnet sich im Browser des Handys. Die Eatzino QR-Karte braucht weder App noch Konto.

Bezahlen Gäste über die QR-Karte?

Bei Eatzino sehen Gäste ihre Rechnung auf dem Handy und zahlen wie gewohnt am Tisch oder am Tresen. Online-Kartenzahlung ist in Vorbereitung.

Sollte ich gedruckte Speisekarten abschaffen?

Nein. Halten Sie ein paar gedruckte Karten für Gäste bereit, die das lieber mögen oder kein Handy dabeihaben, und stellen Sie Allergen-Informationen auch auf Papier bereit.

Wie groß sollte ein QR-Code auf dem Tisch sein?

Etwa 3–4 cm lassen sich im Sitzen bequem scannen. Testen Sie jeden Code vor dem Aufstellen mit einem älteren Handy.